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Bühne frei für das Produktmanagement

„Meine Damen und Herren, kennen Sie noch die Zeiten, in denen Sie einen Tag Urlaub beantragen mussten, um dem Ablesedienst Einlass zu gewähren, der sich, Achtung, für zwischen 8 Uhr morgens und 18 Uhr abends angekündigt hat? Diese Zeiten sind weitestgehend vorbei.“ Das Publikum applaudiert, Menschen lächeln freudestrahlend in die Kamera.

Nur wenig später erfahren die Zuschauer im Vortrag von Serpil Uensal, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ihre eigenen Arbeitsplätze von der digitalen Revolution vertilgt werden können, übrigens unabhängig davon, ob es um Mitarbeiter mit kleiner Verantwortung geht oder um Führungskräfte der Chefetage. Angespannte Blicke. Denkfalten. Kinnkratzen.

Der Ratlosigkeit geht die Puste aus

Es sind solche aufrüttelnden Momente in eigentlich unkritischen Vorträgen, die jedem im Publikum vor Augen führen, dass Abwarten und Aussitzen keine Optionen sind. Produktentwicklung und Produktmanagement leben von Innovationen und vom Blick durch die Kundenbrille, nicht von der Verwaltung des Stillstands.

So wie die Mitarbeiter des Ablesediensts immer weniger werden (da sich die Werte viel genauer über einen Fernzugriff erheben lassen, und zwar rund um die Uhr), ist jedes Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, aus dem Maschinenbau und auch aus dem Life-Science-Sektor angehalten, sich mit den digitalen Anforderungen ihrer Kunden zu befassen und Produkte weiterzuentwickeln und zu digitalisieren.

Das Rad nicht unbedingt neu erfinden müssen

Beim Blick nach links und rechts und über den Tellerrand hinaus, kommen Unternehmen und deren Produktmanager aus dem Mittelstand beim Thema Produktentwicklung und Produktmanagement an den Konzernen nicht vorbei. Sie sind anders strukturiert und haben allein durch die Menge der Mitarbeiter und den finanziellen Ressourcen ganz andere Gestaltungsspielräume.

Und doch stehen die Branchenriesen unter enormem Druck, Erfolge produzieren zu müssen. Mittelstandsunternehmen, die sich mit Produktlaunches, Sortimentserweiterungen und der Kundenkommunikation der sogenannten Giganten beschäftigen, können sich davon inspirieren lassen, welche Aufgaben allein Cloudlösungen bewältigen. Vor Jahren waren diese Entwicklungen noch undenkbar. Produktmanager und das Produktmanagement, die Kundenanforderungen heutzutage mit Bravour erfüllen möchten, müssen die Kundenbedürfnisse kennen und sie dazu erst einmal identifizieren. Die neuen Angebote lassen sich mit Hilfe von Kunden testen. Dazu genügen einfache Prototypen.

Die Zeit im Blick

Heute geht es vor allem darum, darauf zu verzichten, Produkte bis zur höchsten Präzision zu entwickeln, um erst dann festzustellen, dass sie von der Zielgruppe nicht angenommen werden. Und diese Möglichkeit besteht bei jedem neuen Angebot, das im Produktmanagement Niederschlag findet. „Trial and Error“ sind daher die Begleiter erfolgreicher Produktentwickler und Produktmanager.

Auf Wiedersehen, Perfektionismus

Angesichts unserer schnelllebigen Zeit kann das Produktmanagement die Vokabel „Sicherheit“ getrost aus dem eigenen Sprachgebrauch streichen. Denn nur eines ist sicher: die Produkte werden angenommen oder eben nicht. Doch erzählen Sie das mal einem Maschinenbauer oder generell Betrieben aus dem produzierenden Gewerbe, in denen der deutsche Ingenieurgeist zuhause ist. Viele Jahrzehnte hatte Deutschland dort die Nase immer vorn. Von langer Hand wurden Produkte geplant und umgesetzt. Dass dafür heute die Zeit fehlt, dafür fehlt betroffenen Unternehmen häufig auch das Verständnis. Langfristige Planungen können zum schleichenden Tod in Unternehmen werden, die nicht bereit sind, von der Wasserfallmethode abzurücken oder sie zumindest in Frage zu stellen. Alternativen für das Produktmanagement sind agile Fertigungsweisen. Unternehmen, die das begreifen, haben die besten Zeiten noch vor sich.

Lassen Sie sich dazu in einem Vortrag von Serpil Uensal inspirieren. Die erfahrene Vortragsrednerin hat bereits zahlreiche Vorträge zu diesem Themenkomplex vor unterschiedlichstem Publikum gehalten. Sie haben Fragen zu unserem Angebot? Nehmen Sie Kontakt auf und wir beraten Sie gerne!